06.11.20, 22:28

Videopräsentation zur Mitgliederversammlung

Im Downloadbereich findet Ihr nun die Videos zur Mitgliederversammlung - ganz oben auf der Seite...

06.11.20, 14:49

Einladung zur Mitgliederversammlung am 27.11.2020

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06.06.20, 19:14

Außerordentliche Mitgliederversammlung Abstimmung bis 26.06.2020

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Geschichte der Skihütte des Sonderbunds

Die Skihütte Sonderbund in Oberlech wurde im Jahre 1931 von Mitgliedern der Akademischen Gesellschaft Sonderbund Stuttgart erbaut. Erstmalig benutzbar war die Skihütte an Weihnachten 1931. Betrieben wird die Skihütte vom Verein Skihütte Sonderbund, der zu diesem Zweck 1931 in Stuttgart gegründet wurde und jetzt sein 75-jähriges Jubiläum feiert.

In den ersten Jahren nach dem Ersten Weltkrieg fand der weiße Sport immer mehr Anhänger im Sonderbund. Viele gemeinsame Ausfahrten führten die skibegeisterten Sonderbündler an verschiedene Orte in den Alpen, sodaß bald der Wunsch nach einem eigenen Domizil aufkam

Als im Jahre 1930 Architekt Liedecke, der Mitglied im Sonderbund war, das Sporthotel „Hohe Welt“ in Oberlech erbaute, konnte über ihn der Kontakt zu den damaligen Besitzern der „Hohen Welt“ Kotzer und Frey hergestellt und ein Grundstück zum Bau einer Skihütte erworben werden. Diese Skihütte sollte gleichzeitig den Anfang einer Ferienhaussiedlung im Bereich der Hohen Welt bilden. Aufgrund der unsicheren Zeiten unterblieb aber der Bau von weiteren Hütten.

Um den Bau dieser Skihütte solide zu finanzieren und später den Betrieb und die Instandhaltung zu ermöglichen, wurde der „Verein Skihütte Sonderbund e.V.“ 1931 in Stuttgart gegründet. Der Zweck des Vereins war und ist bis heute die „Pflege der körperlichen Ertüchtigung, der Kameradschaft und Geselligkeit seiner Mitglieder“. Der Verein ist über die gemeinsamen Mitgliedschaften eng mit der Akademischen Gesellschaft Sonderbund verbunden.

Der Baubeginn für die Skihütte war im Oktober 1931. Mit der vielseitigen Hilfe der „Hohen Welt“ und der Bauführung von Reg.Baum. Kotzer konnte die Skihütte bereits an Weihnachten fertiggestellt werden, wenn auch noch nicht alle Teile an ihrem richtigen Ort waren. Die Skihütte wurde als ein beidseitig verschalter Fachwerkbau mit Pultdach und Verbundfenstern erstellt, wobei anfangs weder Strom noch fließend Wasser zur Verfügung standen.

In den folgenden Jahren stand die Skihütte unter keinem glücklichen Stern. Die politische Lage vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg ließ den Besuch durch unsere Mitglieder nur unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht mehr zu. Nach dem Krieg wurde die Skihütte vom Pächter des Sporthotels „Hohe Welt“, unserem späteren Ehrenmitglied Otto Stundner, verwaltet, der sie auch über die Jahre gut instand hielt. Erst ab 01.02.1958 konnte die Skihütte von unseren Mitgliedern wieder uneingeschränkt benutzt werden.

Die politischen Wirren in dieser Zeit verhinderten auch den rechtzeitigen Grundbucheintrag. Dies ermöglichte betrügerische Machenschaften mit unserem Grundstück, auf dem die Skihütte stand. Erst nach langen Verhandlungen und gerichtlichen Auseinandersetzungen konnte im Jahre 1979 der rechtsgültige Grundbucheintrag unseres gesamten Besitzes erfolgen.

Über die Jahre war auch in der Skihütte der Komfort deutlich verbessert worden, es gab inzwischen Strom und fließend Wasser, allerdings waren die sanitären Anlagen noch sehr einfach. Im Jahr 1961 konnten diese deutlich verbessert werden, es wurde ein von der Küche getrennter Waschraum eingerichtet.

Die bisher einzige große Baumaßnahme, die auch das Erscheinungsbild der Skihütte deutlich veränderte, war im Jahre 1967 der Anbau für den Kohlenkeller und einen Abstellraum für die Ski. Dadurch wurde es möglich, in den folgenden Jahren ein größeres Bad und eine größere Küche sowie die Innenräume neu einzurichten. Eine neue Außenverschalung im Jahr 1982 und eine Holzterrasse auf der Südseite runden das heutige Erscheinungsbild der Skihütte ab. Bis heute wurden regelmäßig weitere Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, wie z.B. die Verbesserung der Isolation an Wänden und Decken, die Verbesserung der sanitären Anlagen auf den heute üblichen Standard und eine wohnlichere Einrichtung.

Die vollwertige Erschließung des Grundstücks mit der Skihütte wurde in den Jahren 1975 (Stromleitung als Erdkabel), 1979 (Abwasserkanal) und 1983 (Wasserleitung) durchgeführt und sichert seitdem die autarke Versorgung.

Heute bietet die Skihütte Sonderbund 11 Gästen in zwei Schlafräumen, einem großen Wohnraum, Bad, WC und Küche ausreichend Platz mit allem notwendigen Komfort, um in der herrlichen Lecher Bergwelt einen schönen und erholsamen Winter- oder Sommerurlaub zu verbringen. Die Skihütte wird von den Mitgliedern des Vereins und deren Gästen regelmäßig das ganze Jahr über besucht und ist vor allem im Winter zu fast 100% ausgebucht.